Wie viele Handyverträge darf man haben? – Handyvertrag-24.click
Home » Ratgeber Handyvertrag » Wie viele Handyverträge darf man haben?

Wie viele Handyverträge darf man haben?

smartphone schutz versicherung lupe geld PIXABAY CC0Wie viele Handyverträge darf man haben? – In Deutschland gibt es für fast alles Regelungen und daher sind Kunden oft unsicher, ob das auch im Mobilfunk-Bereich bei den Handy-Verträgen und Tarifen gilt. Existieren Gesetze oder Vorgaben, wie viele Verträge man maximal haben darf?

So fragt ein verunsicherter Nutzer bei GuteFrage:

Wie viele Handyverträge darf ein Auszubildender haben?

Ich weiß das man im Prinzip so viele Handyverträge abschließen kann wie man lustig ist aber ich dächte ich habe irgendwann mal gehört das es bei Azubis eine besondere Regelung dafür gibt. Kann mir vielleicht jemand helfen?

Die gesetzlichen Regelungen sind dabei sehr einfach: es gibt keine. In keinem Gesetz in Deutschland ist geregelt, wie viele Handyverträge man abschließen darf und es wird auch nirgendswo ein Obergrenze fest gelegt. Im Gegenteil gibt es in Deutschland die Vertragsfreiheit. Nutzer und auch Anbieter sind daher in den meisten Fällen frei, wenn es geht darüber zu bestimmen, welche Verträge (und auch wie viele Verträge) sie mit wem abschließen. Gesetzlich gesehen gibt es also keine Hindernisse: man kann sich einen Handyvertrag holen oder auch mehrere Verträge.

Die Zahl der Handyverträge in der Praxis

In der Theorie kann man also so viele Handyverträge haben, wie man möchte, ohne irgendwann an eine Obergrenze zu stoßen. In der Praxis sieht es aber etwas anders aus.

Einige Anbieter schränken das von sich aus ein. So gibt es die Tarife der O2 Freikarte nur maximal 2 Mal pro Familie. Dieser Anbieter setzt also von sich aus eine Obergrenze, was die maximalen Simkarten betrifft, die an eine Familie geliefert werden. Das betrifft aber natürlich nur die o2 Freikarte – andere Handyverträge kann man zusätzlich natürlich nutzen. Solche Regelungen auf Anbieter-Seite gibt es aber eher selten und man findet sie in erster Linie bei den Freikarten – um Missbrauch zu vermeiden.

Trotzdem kann man auch ohne solche Regelungen in der Praxis leider nicht unbegrenzt viele Handyverträge abschließen. Die zahl ist zwar nicht direkt fest gelegt, ab wann man keinen Vertrag mehr bekommt, die Anbieter schauen in der Regel aber schon genau hin, was ein Kunde bereits an Dienstleistungen nutzt.

Geld Euro Pixabay CC0Die Schufa als Spielverderber

In der Regel haben die Anbieter von Verträgen und Tarifen einen relativ guten Überblick darüber, wie viele Verträge ein Kunde bereits hat, wenn er einen neuen Vertrag abschließen möchte. Der Grund dafür ist einfach: Fast alle Mobilfunk-Anbieter in Deutschland arbeiten mit der SCHUFA zusammen und melden einerseits ihre Kundendaten an die SCHUFA und können auf der anderen Seite diese Daten auch vom Unternehmen abrufen. Dazu müssen Kunden in der Regel eine Einwilligung zur Datenübertragung unterzeichnen.

So schreibt Vodafone im Datenschutzbereich zur Zusammenarbeit mit der Schufa:

Ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung oder ohne eine rechtliche Verpflichtung übermitteln wir Ihre personenbezogenen Daten nicht an Dritte. Sofern uns Partner bei der Datenverarbeitung unterstützen (u.a. die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung SCHUFA, Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG im Rahmen des Fraud Prevention Pool), werden diese von uns vertraglich verpflichtet – unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorschriften und entsprechend unserer Vorgaben – sorgfältig mit den personenbezogenen Daten umzugehen und sie weder zu eigenen Zwecken zu verwenden noch sie an Dritte weiterzugeben

Die Mobilfunk-Anbieter können über die SCHUFA also gut sehen, welche Verträge ein Kunde bereits hat. Dazu kommt das Datum der Vertragsschlusses und auch, wie lange die Laufzeit der entsprechenden Verträge ist.

Wenn ein Kunde bei der SCHUFA viele laufende Handyverträge hat, stellt sich dann natürlich schon die Frage, warum er einen weiteren Vertrag haben möchte. Immerhin reicht ja an sich ein Vertrag aus, um monatlich normal Telefonieren und Surfen zu können. Ein oder zwei zusätzliche Verträge, die eventuell nicht mehr genutzt werden, sind dabei normal. Wenn die Zahl aber deutlich ansteigt, liegt der Verdacht nahe, dass der Kunde die Tarife möglicherweise missbräuchlich nutzt und dann schließt kein Anbieter einen zusätzlichen Handyvertrag ab.

In der Regel haben die Unternehmen dabei interne Vorgaben, ab welchen Daten in der SCHUFA Auskunft ein Vertrag abgelehnt wird. Feste Regelungen gibt es dazu aber nicht, hier legt jedes Unternehmen mehr oder weniger streng fest, ab welcher Zahl von Tarifen ein neuer Handyvertrag abgelehnt wird.

Wie sieht es mit Prepaidkarten aus?

Anders als ein normaler Handyvertrag werden Prepaidkarten und Prepaidtarife in vielen Fällen nicht bei der SCHUFA gemeldet. Diese Formen der Tarife stellen kein Kreditverhältnis dar, weil Kunden ohnehin nur das verbrauchen können, was vorher gemeldet wird. Es ist nicht möglich, mit diesen Simkarte in Minus zu rutschen und beim Anbieter hohe Kosten zu verursachen.

Aus diesem Grund werden Prepaidkarten oft nicht bei der SCHUFA gemeldet und daher kann man rein theoretisch so viele Prepaidkarte haben, wie man möchte. Tatsächlich haben viele Kunden in Deutschland mittlerweile viele alte Prepaid Handykarten in den Schubladen herum liegen, die sie gar nicht nutzen – und von denen sie unter Umständen gar nichts mehr wissen.

Es gibt aber auch in dem Bereich Einschränkungen: Die Anbieter kündigen solche Prepaid Tarife in der Regel nach etwa einen Jahr, wenn die Karte in diesem Zeitraum inaktiv waren und nicht aufgeladen wurden. Dann hat man als Kunde zwar noch die Simkarte, der Tarif dazu ist aber schon längst gekündigt. Dazu gibt es durchaus Anbieter mit SCHUFA Klausel, bei denen die Prepaid Verträge weiter gemeldet werden. Man sollte daher genau hin schauen, was im Kleingedruckten des Anbieters steht.

Fazit: Wie viele Handyverträge kann man in Deutschland haben?

Obwohl es keine gesetzlichen Regelungen zu der Zahl von Handyverträgen gibt und auch keine offizielle Obergrenze existiert, kann man trotzdem in Deutschland nicht unendlich viele Handyverträge haben, da die Anbieter in der Regel bei Abschluss eines neuen Handyvertrages sehr genau prüfen, ob bereits andere Verträge bestehen und neue Verträge ablehnen, wenn bereits zu viele Verträge vorhanden sind.

An sich gibt es aber keine Begrenzung, man kann auch mit vielen bereits bestehenden Verträgen versuchen, einen weiteren Handy-Vertrag abzuschließen. Im schlimmsten Fall wird dies abgelehnt – Mehrkosten oder andere Nachteile entstehen durch eine solche Ablehnung aber in der Regel nicht.

Was aber passieren kann: durch die Meldung an die SCHUFA könnte sich die Bonität bei der  SCHUFA verschlechtern und das könnte sich auch auf andere Verträge auswirken. Dazu müsste man die Zahl der Handyverträge aber wirklich sehr übertreiben …

Check Also

SIMonly Handyverträge ohne Handy

SIMonly Handyverträge ohne Handy – Früher wurde beim Abschluss eines Handyvertrages meist ein neues Handy …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.