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Trotz Handyvertrag kein Handy oder Smartphone geliefert – was kann man tun?

smartphone schutz versicherung lupe geld PIXABAY CC0Trotz Handyvertrag kein Handy oder Smartphone geliefert – was kann man tun? – Bei Handyverträgen, bei denen es Handys und Smartphones mit dazu gibt, ist es leider zu einer Unsitte geworden, dass die Hardware zum Vertrag erst spät und mit Verzögerung ausgeliefert wird. Viele Kunden machen ihrem Ärger darüber in Online-Foren Luft und sind zurecht genervt, wenn der Vertrag bereits aktiv ist, das Handy aber über Tage und Wochen nicht geliefert wird. Das betrifft im Übrigen nicht nur kleinere Anbieter. S heißt es im Telekom Forum:

Die gute Frau sagte mir das Handy (Samsung Galaxy Plus) sei am Anfang der nächsten Woche bei mir.
Montag gewartet. Nichts.
Dienstag gewartet. Nichts.
Donnerstag habe ich der Kundenhotline eine Mail geschrieben, mit der Frage wann ich mein Handy den endlich bekomme. Natürlich war am Tag darauf noch keine Antwort eingetroffen. So rief ich also, am Freitag, den 09.09. die Kundenhotline an. Der ebenfalls sehr nette Berater entschuldigte sich zuerst für die Aussage seiner Kollegin bzgl. Des Eintreffens das Handys und schrieb mir ein Guthaben zu. Die Frage, wann ich mein Handy zu erwarten habe, beantwortet es mir „Das Handy ist lieferbar. Wurde am Dienstag an sie versand. Ich will ihnen nichts versprechen, aber vielleicht ist es morgen da.“ Samstag ist das Handy natürlich nicht gekommen.

Man ist als Kunde in solchen Situationen aber natürlich nicht ohne Rechte und kann einige unternehmen um den Anbieter zu zwingen, seinen Teil der versprochenen Leistung auch zu erfüllen.

Wer ist mein Ansprechpartner?

Prinzipiell sind meistens die Portale für den Versand der Hardware zuständig, es kann aber auch sein, dass diese Funktion an ein weiteres Unternehmen ausgegliedert wurde und das entsprechende Portal sowohl für die Hardware als auch für den Tarif nur als Vermittler auftritt.

Man sollte daher in jedem Fall prüfen, wer rechtlich für den Versand von Handy oder Smartphone zuständig ist, um auch direkt den richtigen Ansprechpartner zu haben und keine Zeit zu vergeuden, in dem man den falschen Anbieter kontaktiert.

stock-624712_640Prüfen: Welche Lieferzeiten verspricht der Anbieter?

Wenn das Gerät auch mehrere Tage nach der Simkarte und der Aktivierung des Vertrages nicht eingetroffen ist, sollte man prüfen, welche Friste der Anbieter für den Versand der Hardware verspricht. Diese Angaben finden sich oft in den FAQ oder in den Details zu den Geräten.

Bei Sparhandy findet sich beispielsweise folgender Hinweis in den FAQ zum Versand der Hardware:

Nach der Vertragsgenehmigung versendet Sparhandy.de die Hardware in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Vertraglich behält sich Sparhandy.de bei Verfügbarkeit des bestellten Geräts eine Lieferzeit von 3 bis 7 Werktagen nach Freischaltung des Mobilfunkvertrags vor.

Sollte ein Gerät nicht innerhalb dieser Frist lieferbar sein, finden Sie einen entsprechenden Lieferhinweis auf der Detailseite des Handys unterhalb des Handytextes. Hier ist auch eine Angabe zur voraussichtlichen Lieferzeit hinterlegt.

Der letzte Punkt ist besonders bei neuen Geräten wichtig. Oft kann man diese vorbestellen und damit bereits vor dem eigentlichen Marktstart reservieren. Der Versand erfolgt dann aber erst, wenn die Geräte auf den Markt gekommen sind und dass kann unter Umständen einige Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen. Schreibt der Anbieter selbst nichts zu abweichenden Lieferzeiten, kann man sich an den Angaben in den FAQ orientieren. Das gilt auch für Angaben wie „sofort lieferbar“.

Widerrufsrecht nutzen

Bei Handyverträgen, die über das Internet oder per Telefon abgeschlossen worden sind, gilt immer auch das gesetzliche Widerrufsrecht. Danach kann man einen Vertrag widerrufen (ohne Angaben von Gründen) wenn man sich noch innerhalb der Frist von 14 Tagen nach dem Erhalt der Ware befindet. 7mobile schreibt dazu beispielsweise in der Widerrufsbelehrung:

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen haben bzw. hat. Sofern Sie mehrere Waren mit einer einheitlichen Bestellung bestellt haben, die getrennt geliefert werden, beträgt die Widerrufsfrist vierzehn Tage ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat. Sofern Sie eine Ware bestellt haben, die in mehreren Teilsendungen oder Stücken geliefert werden, beträgt die Widerrufsfrist vierzehn Tage ab dem Tag an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht Beförderer ist, die letzte Teilsendung oder das letzte Stück in Besitz genommen haben bzw. hat.

Dieses Recht ist ein guter Weg um Druck auf den Anbieter zu machen oder aus dem Vertrag wieder auszusteigen. Man sollte auf jeden Fall darauf hinweisen, dass man als Kunde von diesem Recht Gebrauch macht, falls die Ware nicht rechtzeitig eintrifft. Das erhöht den Druck auf den Anbieter und beschleunigt in vielen Fällen die Lieferung.

Man sollte darüber hinaus auf jeden Fall darauf achten, innerhalb der Frist zu bleiben, denn danach ist ein Widerruf nicht möglich. Daher ist es in solchen Fällen sicherer, lieber zu früh den Vertrag zu widerrufen als zu spät. Denn eine zweiten, neuen Handy-Vertrag kann man natürlich dann in jedem Fall abschließen, wenn der erste Vertrag widerrufen wurde. Ist die Frist dagegen abgelaufen, ist man an den Vertrag für die nächsten zwei Jahre gebunden.

Wie sieht es mit einem Sonderkündigungsrecht aus, wenn man das Handy nicht erhält?

Die Situation in diesem Fall ist etwas kompliziert, da Handyvertrag und der Tarif zwei verschiedene Verträge sind, die aber in der Regel gekoppelt wurden. Daher stellt das nicht bekommen Handy unter Umständen einen Grund dar, beide Verträge fristlos zu kündigen. Bei Rechtsanwalt Thomas Hollweck schreibt man zum ähnlichen Problem eines defekten Handys:

Im Regelfall werden solche kombinierten Verträge abgeschlossen, um neben der Mobilfunk-Dienstleistung zusätzlich ein vergünstigtes oder kostenloses Handy erwerben zu können. Der Mobilfunk-Dienstleistungsvertrag wäre nicht ohne die Handyoption, der Handy-Kauf/Mietvertrag wäre nicht ohne den Mobilfunk-Dienstleistungsvertrag abgeschlossen worden. Daher können kombinierte Verträge in ihrer Gesamtheit gekündigt werden, wenn lediglich ein Teilvertrag einen Kündigungsgrund aufweist.

Eine solche Kündigung ist aber immer komplizierter als eine ordentliche Kündigung, hier hilft es, sich kompetente Hilfe zu holen.

Letzter Ausweg: der Gang zum Anwalt oder den Verbraucherzentralen

Hilfe zu holen ist das Stichwort, wenn es hart auf hart geht und der Anbeter das Handy auch nach allen diesen Maßnahmen nicht übersendet. Dann sollte man den Fall Fachleuten vortragen und diese findet man im Anwalt des Vertrauens oder bei den Verbraucherzentralen vor Ort. Diese sind meistens auch schon erfahren in solchen Fällen.

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One comment

  1. Habe 27.9.2017 einen Vertrag abgeschlossen mit Samsung S 8.Heute ist der 20.10 2017 habe immer noch nicht mein Handy.Habe jetzt den Vertrag gekündigt.Der Vertrag ist nicht érfüllt deswegen die Kündigung.
    Warte auf die Bestätigung meiner Kündigung

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