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Kostenfallen und das Kleingedruckte – darauf sollte man bei einem Handyvertrag achten

Recht Gesetz Pixabay CC0Kostenfallen und das Kleingedruckte – darauf sollte man bei einem Handyvertrag achten – Handyverträge mit 24 Monaten Laufzeit und einem Handy oder Smartphone (oder auch einer Auszahlung) als Zugabe sind meistens sehr komplexe Konstruktionen und wenn sie dazu noch bei einem Drittanbieter abgeschlossen werden, kommen oft noch zusätzliche Bedingungen dazu.

Bei einem solchen Handyvertrag ist es daher sehr wichtig, dass man sich über alle möglicherweise anfallenden Kosten informiert und auch über die sonstigen Vertragsdetails. Auch wenn es nervig ist, sollte man das Kleingedruckte und die *-Texte bei den Angeboten sehr genau lesen und eventuell auch nachfragen, wenn Details unklar geblieben sind. Nur so weiß man, auch was man sich mit dem Handyvertrag einlässt und welche Kosten und Leistungen zu erwarten sind.

In diesem Artikel versuchen wir die möglichen Kostenarten und Details eines Handy-Vertrages zu beschreiben und geben Hinweis, worauf man achten sollte und welche Tricks und Kniffe es bei den verschiedenen Tarifen gibt.

iphone-518101_640Welche festen monatlichen Kosten fallen an?

In vielen Tarifen sind neben der Grundgebühr auch andere Kosten und Gebühren enthalten, die monatlich zu zahlen sind. Viele dieser Kostenf allen dabei pauschal an und müssen daher auch gezahlt werden, wenn man die Karte gar nicht nutzt.

  • Grundgebühr für den Tarif: Der monatliche Pauschalpreis für den Tarif, der in der Regel mittlerweile bereits einige Leistungen (Flatrates, Freiminuten usw.) enthält. Diese Grundgebühr fällt monatlich an, so lange der Tarif läuft und wird auch berechnet, wenn man die Leistungen nicht nutzt.
  • Grundgebühr für das Handy: Viele Anbieter erhöhen die monatliche Grundgebühr, wenn ein Handy oder Smartphohe mit gebucht wird. Dann steigt die monatliche Grndgebühr um 5 bis 10 Euro (je nachdem wie teuer das Handy ist). Diese Grundgebühr fällt monatlich an, so lange der Tarif läuft und wird auch berechnet, wenn man die Leistungen nicht nutzt.
  • Mindestumsatz: Der Mindestumsatz wird monatlich immer berechnet, ist aber nur dann relevant, wenn man mit der Nutzung unter dem Mindestumsatz bleibt. Mittlerweile gibt es kaum noch Tarife, die einen Mindestumsatz nutzen.
  • Datenautomatik: Bei einigen neueren Tarifen wird automatisch Datenvolumen nachgebucht, wenn das monatliche Inklusiv-Volumen aufgebraucht ist. Diesen Mechanismus nennt man Datenautomatik und darüber entstehen unter Umständen zusätzliche Kosten. Diese fallen aber nur an, wenn der Tarif auch genutzt wird. Ohne Datenverbrauch wird auch die Datenautomatik nicht aktiv.

Neben diesen Kosten können noch weitere monatliche Kosten entstehen, wenn Zusatzoptionen zum Tarif gebucht werden. Das können direkt Tarifoptionen (Flatrates, Minutenpakete usw.) sein, aber auch Angebote von Dritten. So werden oft „Sicherheitsakete“ oder Online-Speicher (Cloud) mit zum Tarif angeboten. Auf solche zusätzlichen Dienste sollte man bei Abschluss achten und sie abwählen, wenn man sie gar nicht benötigt.

technology-791332_640Welche Kosten entstehen beim Vertragsabschluss?

Neben den monatlichen Kosten fallen auch direkt bei Abschluss eines Handy-Vertrages Kosten an. Diese werden aber nur einmalig gezahlt und danach nicht mehr. Solche Kosten sind beispielsweise:

  • Aktivierungsgebühr oder Anschlussgebühr: Diese gebühr wird für die Einrichtung des Tarifes und der Simkarte erhoben und beträgt je nach Anbieter 5 bis 40 Euro. Einige Discounter erstatten diese Gebühr auch wieder zurück, oft muss man dafür aber eine SMS an eine bestimmte Rufnummer schicken. Die genauen Details der Erstattung sollte man daher im Kleingedruckten nachlesen.
  • Kaufpreis für die Hardware: Der Kaufpreis ist die einmalige Zahlung für das Handy oder Smartphone, das man mit zum Tarif bekommt. Teilweise beträgt der Kaufpreis nur 1 Euro, je nach Tarif und gewählter Hardware können die Kosten hier aber auch mehrere hundert Euro betragen.
  • Versandkosten: Diese Kosten werden für den Versand von Simkarte und Handy berechnet und liegen meistens unter 10 Euro. Bei vielen Tarife zahlt man mittlerweile gar keine Versandkosten mehr bzw. sie werden erstattet.

Bei Verträgen ohne Schufe wird oft noch bei Vertragsabschluss eine Kaution verlangt. Diese wird aber nach Vertragsende zurück gezahlt und ist daher kein direkter Kostenfaktor.

Welche Boni gibt es und wie lange werden sie gezahlt?

Viele Drittanbieter arbeiten mit Boni und Rabatten, die es auf die Tarife gibt, um sie noch billiger anbieten zu können als die orginalen Anbieter selbst. Erstattet werden dabei häufig Aktivierungsgebühr und teilweise auch der Kaufpreis.

Oft gibt dazu noch einen Bonus auf die monatliche Rechnung. An dieser Stelle sollte man genau hin schauen, denn dieser Bonus wird in den meisten Fällen nur für eine begrenzte zeit (6, 12 oder 24 Monate) gezahlt. Danach muss man den vollen Preis entrichten und das kann je nach Tarif deutlich teurer sein. Man sollte also damit rechnen, dass der Tarif teurer wird, wenn der Rabatt bzw. Bonus weg fällt und gegebenenfalls rechtzeitig kündigen um zu einem billigeren Tarif wechseln zu können.

Wichtig: Hohe Rabatte können auch ein Risiko darstellen. Geht der Drittanbieter zwischenzeitlich innerhalb der Laufzeit in die Insolvenz, wird der Bonus nicht mehr erstattet und man zahlt den kompletten Kaufpreis. Das sollte man vor allem bei kleineren und unbekannten Anbietern im hinterkopf behalten.

Welche weiteren Bedingungen gibt es?

Neben den Kosten gibt es noch weitere Vertragsbindungen und Regelungen, die man beachten sollte. Diese Details findet man aber meistens nicht direkt im Angebot, sondern dafür muss man in den Sternchentext und ins Kleingedruckte schauen. Wichtige Punkte, die man prüfen sollte, wären zum Beispiel:

  • Wie lange ist die Mindestvertragslaufzeit des Tarifs?
  • Wie lang ist die Kündigungsfrist des Tarifes?
  • Können Zusatzoptionen schneller gekündigt werden bzw. wie lang ist deren Laufzeit?
  • Gibt es zusätzliche Optionen die separat gekündigt werden müssen?

Was tun bei Problemen und Schwierigkeiten mit dem Vertrag?

Falls es Probleme mit einem Anbieter gibt oder sich heraus stellt, dass der Vertrag nicht dem entspricht, was man haben wollte, kann man innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist den Vertrag auch wieder beenden, ohne dafür Grund angeben zu küssen. Diese Frist beträgt in den meisten Fällen 14 Tage nach Erhalt der Ware.

Kommt es erst danach zu Schwierigkeiten sollte man sich zuerst mit dem Anbieter in Verbindung setzen und versuchen, diese Probleme zu klären. Falls das scheitert gibt es mittlerweile eine Streitbeilegungstelle bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) die direkt dafür da ist, solche Probleme zu klären. Die Schiedstelle arbeitet dabei kostenlos. Die BNetzA schreibt dazu:

Ziel der Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation ist es, telekommunikationsrechtliche Streitigkeiten zwischen Endkunden und Telekommunikationsanbietern außergerichtlich beizulegen. Die Verbraucherschlichtungsstelle vermittelt seit 1999 als neutrale Instanz im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Streitfällen über die Verletzung von Verpflichtungen des Telekommunikationsanbieters gegenüber dem Endkunden aus dem Telekommunikationsvertrag.

Die Kontaktdaten der Verbraucherschlichtungsstelle:

Bundesnetzagentur
Verbraucherschlichtungsstelle Telekommunikation
Ref. 216
Postfach 80 01
53105 Bonn

Telefon: 030 22480-590
Telefax: 030 22480-518
E-Mail: schlichtungsstelle-tk@bnetza.de

 

 

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