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Handyvertrag mit Handyversicherung – lohnt sich das?

hand-1257231_1280Handyvertrag mit Handyversicherung – lohnt sich das? – Viele Unternehmen bietet Handyverträge gleich in Verbindung mit Handyversicherungen an. Die teuren Geräte sollen so vor Beschädigugngn, Diebstahl oder Verlust geschützt werden. Das ist auch durchaus plausibel, denn Topmodelle kosten oft bis um die 1.000 Euro und sind daher durchaus ein Wertgegenstand für den sich ein Schutz lohnen kann. Allerdings sollte man in jedem Fall genau ins Kleingedruckte der Versicherungen schauen, denn es gibt sehr viele Angebote auf dem Markt, die oft deutliche Unterschiede bei den Kosten un den Versicherungsleistungen aufweisen.

Wir haben hier die wichtigsten Punkte zusammen gestellt, die man bei einer Handyversicherung beachten sollte:

Was sollte man bei einer Handyversicherung beachten?

  • Wann zahlt die Versicherung? – Vor Abschluss einer Versicherung sollte man prüfen, welche Fälle überhaupt abgesichert sind, wenn man eine solche Police abschließt. So sind Einbruchdiebstahl (wenn das Handy aus der Wohnung entwendet wird) oft bereits über die Hausrat-Versicherung abgedeckt, dafür braucht man keine extra Handy-Versicherung. Darüber hinaus sollte man prüfen, ob Diebstahl, Verlust, technische Schäden und Sturz-, Wasser- und Stoßschäde usw. abgedeckt sind.
  • Wann zahlt die Versicherung nicht? – Fast noch wichtiger als die abgedeckten Bereich sind die Ausnahmen im Versicherungsvertrag, bei denen die Versicherung nicht für Schäden aufkommen muss. Davon finden sich im Kleingedruckten der meisten Versicherungspolicen oft sehr viele Fälle. SO heißt es bei friendsurance zu den nicht versicherten Fällen der Elektronik-Versicherung: „Nicht versichert sind z. B. Kratz-, Schramm- und Scheuerschäden sowie sonstige Schönheitsfehler, die den bestimmungsgemäßen Gebrauch des versicherten Gerätes nicht beeinträchtigen. Als solche Schönheitsfehler gelten auch einfache Risse, Splitter, Abplatzungen oder Ausbrüche, soweit diese insbesondere das Sicht- und Bedienungsfeld des Displays oder sonst die Funktionsweise des versicherten Gerätes nicht beeinträchtigen. Nicht versichert sind Schäden, die bereits vor Abschluss des Versicherungsvertrags vorhanden waren, Schäden durch dauernde Einflüsse des Betriebes oder normale Abnutzung sowie Schäden durch nicht bestimmungsgemäße, insbesondere nicht den Herstellervorgaben oder der Gebrauchs- und Bedienungsanleitung entsprechende Handhabung des Gerätes.“
  • Wie viel zahlt die Versicherung? – Beim Abschluss der Vertrages sollte man auf jeden Fall prüfen, wieviel man im Schadensfall erwarten kann. Zahlt die Versicherung nur den Zeitwert, muss man unter Umständen nochmal viel Geld darauf legen, um ein neues Gerät zu bekommen. Besser sind daher Policen, die Geräte zum Neuwert versichern, so das man zumindest den Marktwert des Geräte bekommt – obwohl auch der oft unter dem wirklichen Kaufpreis liegt. Dazu sollte man die Deckungssumme beachten, denn sie ist der Wert, der maximal pro Schadensfalls gezahlt wird. Auch wenn das Handy einen höheren Marktwert hatte, mehr als die Deckungssumme wird nicht erstattet.
  • Wie viel zahlt der Versicherte? – Neben den monatlichen oder jährlichen Kosten für einen Versicherung sollte man in jedem Fall auch prüfen, ob es im Schadensfall eine Selbstbeteiligung gibt. Dann werden die Kosten nur anteilig erstattet oder man muss in jedem Fall eine bestimmte Summe pro Schadensfall (beispielsweise 10 Prozent) selbst tragen.

Geld Euro Pixabay CC0Lohnt sich eine Handyversicherung?

Um zu beurteilen, wie sinnvoll oder wenig sinnvoll eine Versicherung für das Handy ist, lohnt es sich, die Experten in dem Bereich zu befragen. Diese sind sich in dem Fall weitgehend einig: es lohnt sich eher nicht so eine Versicherung abzuschließen.

Der Bund der Versicherten hat dazu eine klare Stellungnahme abgegeben. Dort heißt es:

Mit dem Kauf eines Smartphones werden den Kunden gerne Elektronikversicherungen angeboten, die nur in den wenigsten Fällen sinnvoll sind. „Der Verbraucher wiegt sich erst in Sicherheit und ist im Schadensfall oft enttäuscht, denn es gibt eine ganze Reihe von Ausschlüssen wie meistens Diebstahl oder Schäden durch Witterungseinflüsse“, so Bianca Boss, Pressereferentin beim Bund der Versicherten e. V. (BdV). Der Rat des BdV ist daher eindeutig: Hände weg von diesen überteuerten Versicherungsverträgen!

Auch die Stiftung Warenztest kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Man rät auch hier eher von solchen Versicherungen ab. Im Text (Oktober 2014) heißt es:

Der Verlust eines Handys bedroht die finanzielle Existenz des Besitzers in aller Regel nicht. Eine Handy­versicherung gehört deshalb nicht zu den wichtigen Versicherungen – wie eine Privathaft­pflicht­versicherung oder eine Berufs­unfähigkeits­versicherung. Wer die Versicherung dennoch abschließt, muss damit rechnen, dass die Versicherung nicht zahlt oder nur teil­weise leistet, weil der Kunde nicht vorsichtig genug mit dem Gerät umge­gangen ist.

Und bei Finanztip rückt man die hohen Kosten für eine solche Versicherung in den Vordergrund:

Der Preis für eine Handyversicherung richtet sich nach dem Neuwert Ihres guten Stücks. Die meisten Versicherungstarife haben eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren und kosten in der Regel 10 bis 20 Prozent des Kaufpreises pro Jahr. Das ist teuer, sehr teuer sogar. Zum Vergleich: Wer würde für ein Auto im Wert von 10.000 Euro einen Beitrag von 1.500 Euro jährlich für die Kfz-Versicherung bezahlen? Der durchschnittliche Beitrag für ein vollkaskoversichertes Auto beträgt 564 Euro im Jahr.

Insgesamt ist eine Versicherung für das Handy damit eher in den Bereich der nicht unbedingt notwendigen Versicherungen einzustufen.

Lohnt sich ein Handyvertrag mit Handyversicherung?

Besonders kritisch sollte man sein, wenn die Handyversicherung gleich als fester Tarifbestandteil zum Handyvertrag mit dazu angeboten wird. An dieser Stelle kommen neben den bereits genannten Problemen der Versicherungen für Handys noch weitere (negative) Punkte hinzu, die man beachten sollte.

So ist es vor Ort und bei Abschluss eines Vertrages ob nicht möglich, im Detail zu prüfen, welche Bedingungen eine Versicherung enthält. Gerade bei Abschluss vor Ort bei einem Verkäufer fehlt meistens die Zeit und die Ruhe, um die Versicherungs-Bedingungen im Detail zu studieren und es ist meistens auch nicht möglich, das Angebot zu vergleichen und die entsprechenden Kosten gegenüber zu stellen.

Dazu sind die Verkäufer zwar oft im Bereich der Technik und Tarife fit, Versicherungen stehen aber oft nicht auf der Schulung und daher werden diese oft nicht korrekt vermittelt. Das kann bis zu komplett falschen Daten bei den Vertragsbestandteilen reichen und ist daher sehr ärgerlich für den Kunden, der sich auf diese Angaben verlässt.

Daher sollte man von solchen gekoppelten Angeboten in jedem Fall besser Abstand nehmen und falls es keine Möglichkeit gibt, den Tarif auch ohne Versicherung zu bestellen, im besten Fall auch davon Abstand nehmen. Wenn sich ein Handyvertrag nur dann rechnet, wenn der Verkäufer auch eine Versicherung dazu an den Mann respektive die Frau bringt, scheint bereits bei der Kalkulation etwas im Argen zu liegen.

Video: Lohnt sich eine Handyversicherung

 

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